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NOW 08 

Übersicht Ob- und Nidwaldner Kunst
Turbine Giswil
26. Oktober – 16. November 2008

Öffnungszeiten:

Samstag und Sonntag jeweils von 11 – 17 Uhr

Vier Künstler erhielten Werkbeiträge

Am Samstag wurde die NOW 08, die Übersichtsausstellung der Ob- und Nidwaldner Kunst in der Turbine Giswil eröffnet. Die Jury bestimmte, welche Kunstschaffenden in einem Jahr an der NOW 09 ausstellen können und sprach vier Werkbeiträge zu.

Die fünfköpfige Jury unter der Leitung von Marco Obrist vom Kunsthaus Zug zeichnete vier Künstlerinnen und Künstler mit einem Werkbeitrag aus: Christian Kathriner (Fr. 5'000), Cécile Stadelmann (Fr. 5'000), Anna-Sabina Zürrer (Fr. 3'000) und Ben Meier (Fr. 2'000).

Zudem wählte die Jury 26 Teilnehmende aus, die an der NOW 09 im nächsten Jahr in Nidwalden neue Werke präsentieren können: Judith Albert, Donato Amstutz, Elionora Amstutz, Roman Josef Britschgi, Heini Gut, Gertrud Guyer Wyrsch, Daniel Infanger, Christian Kathriner, Christoph Lang, Niklaus Lenherr, Charlie Lutz, Ben Meier, Johanna Näf, Jos Näpflin, René Odermatt, Corinne Odermatt, Thais Odermatt mit Carlos Isabel, Dieter Schlatter, Cécile Stadelmann, Carin Studer, Mireille Tscholitsch, Peter Michael Weber, Esther Wicki-Schallberger, Philipp Wyrsch, Anita Zumbühl und Anna-Sabina Zürrer.

Attraktive Ausstellung
Seit Jahren führen die Kantone Obwalden und Nidwalden gemeinsame Ausstellungen des einheimischen Kunstschaffens durch. Alle Künstlerinnen und Künstler der beiden Kantone waren in der Übersichtsausstellung eingeladen, eine Auswahl ihrer Werke zu präsentieren. Die Turbine Giswil mit ihrer grossen Ausstellungshalle und kleineren angrenzenden Räumen eignet sich hervorragend, um die Vielzahl an Bildern, Fotografien, Videos, Installationen etc. in einem attraktiven Umfeld zu präsentieren. Die vielen Vernissagegäste zeigten sich von der Präsentation sehr angetan. Die Ausstellung dauert noch bis am 16. November und ist Samstag und Sonntag jeweils von 11-17 Uhr geöffnet.
Die Jury wurde von Marco Obrist vom Kunst­haus Zug präsidiert. Weitere Jurymitglieder waren Sabine Wittkowski vom Kulturmagazin Luzern, Kunstbuchverleger Patrick Frey aus Zürich sowie Nathalie Unternährer, Leiterin Nidwaldner Museum als Vertreterin der Kulturkommission Nidwalden und Josef Gnos, Präsident der Kulturförderungs­kommission Obwalden als Vertreter Obwaldens.
Die gleiche Jury wird dann an der Auswahlausstellung NOW 09 den mit Fr. 20'000 dotierten Unterwaldner Preis für Bildende Kunst vergeben. Die NOW 09 findet im Herbst 2009 in Nidwalden statt.

Begründung der Jury zu den Werkbeiträgen

Christian Kathriner, geboren 1974, wohnt in Wilen OW und Aeugstertal ZH: Fr. 5’000

Monumental und doch unscheinbar zeigt sich das mit Alufolie silbern eingekleidete Portal der Turbine Giswil. Das Industrietor wird durch diesen feinen Eingriff seiner ursprünglichen Funktion enthoben und gleicht vielmehr einem feierlichen Portal. Das Werk verwirrt den Betrachter, indem es diesen unschlüssig lässt, ob sich dahinter Bedeutsames abspielt oder ob es die normale Tür eines Elektrizitätswerkes ist. Die Arbeit überzeugt zudem durch das unmittelbare Eingehen auf den architektonischen Kontext der kathedralenartigen Turbinenhalle.

Cécile Stadelmann-Hochreutener, geboren 1947, wohnt in Stans NW: Fr. 5’000

Die Arbeit hat einen lyrisch-poetischen Hintergrund, und doch zeigt sie keine liebliche Idylle, sondern löst nicht zuletzt aufgrund ihrer Fragilität der getrockneten Löwenzahnblüten gewisse Aggressionen und Widersprüche aus. Warum nicht einzelne Blüten zerstören oder sich gar ins Bett legen? Die Installation geht ideal auf die räumlichen und farblichen Gegebenheiten des an eine Zelle gemahnenden Raumes ein.

Anna-Sabina Zürrer, geboren 1981, wohnt in Sachseln OW: Fr. 3’000

Die Idee, Welt- und Heimatliteratur in Einmachgläsern als Flüssigkeit zu präsentieren, hat die Jury überzeugt. Die Bücher werden auf Farbe, Geruch und Sediment reduziert, deren Inhalte und Bedeutung lösen sich auf und gleichen sich einander an. Die künstlerische Umsetzung überwindet die gängigen Bildungsnormen, die das Lesen eines Buches immer auch beeinflussen.

Ben Meier, geboren 1954, wohnt in Beckenried NW: Fr. 2’000

Die serielle fotografische Arbeit verstärkt sowohl inhaltlich als auch formal aktuelle Fragestellungen, die sich in der heutigen Gesellschaft täglich stellen und manifestieren. Ohne vordergründig politisch zu wirken, setzt sich die Arbeit explizit mit der Realität im Lebensumfeld des Künstlers auseinander und verweist gleichzeitig auf deren globale Dimension. Zudem überzeugt die Präzision und Qualität der fotografischen Umsetzung.

Rückfragen
Christian Sidler-Giannini, Projektleiter, Kantonaler Kulturbeauftragter,
077 422 87 92 / Christian.sidler@ow.ch

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